Venus, Saturn- und Jupiteraufnahmen von Wolfgang Paech
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Allgemeines und Bildverarbeitung

« Jupiter Juni 2007 im Sternbild Skorpion

Allgemeines
Die Planetenbilder - die auf dieser Webseite gezeigt werden - sind als ein abgeschlossenen Projekt zu betrachten. Alle Rohavis und die anschließende Roh- und endgültige Bildverarbeitung wurden in etwa gleich behandelt. Es gibt also bei den Aufnahmen keine Qualitätssteigerung. Die natürlich zwischen einzelnen Bildern vorhandenen Qualitätsunterschiede sind einzig und allein auf die unterschiedlichen Seeingbedingungen der einzelnen Beobachtungstage zurückzuführen. Alle Rohavis wurden in den Monaten Juni, Juli und August 2007 an insgesamt 19 Abenden aufgenommen.
 
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Monitor und Monitorkalibration
Astrobilder in bester Qualität auf einem "fremden" Monitor anzuschauen ist eine Gratwanderung wie ich aus leidvoller Erfahrung zur Kenntnis nehmen musste. Andere Einstellungen von Kontrast und Helligkeit - gegenüber dem Monitor an dem die Bildverbeitung erfolgte - führen zu "harten" Darstellungen, Helligkeitsunterschhiede werden zu stark oder zu schwach wiedergegeben, schwarze Bereiche werden grau und verrauscht dargestellt. Einen weiteren gravierenden Unterschied zeigt sich in der Wiedergabe zwischen Röhren- und LCD Monitoren.

Alle hier gezeigten Aufnahmen wurden an zwei relativ hochwertigen EIZO 21 Zoll Monitoren bildbearbeitet und zeigen sich - zumindest bei zwei Freunden - auf deren Monitore in etwa wie auf meinen.

Justieren Sie also - wenn möglich - Ihren Monitor so, dass das Bild des Graukeils von Weiß bis tiefschwarz gut wiedergegeben wird.

 
 

Die Aufnahmeinstrumente
Alle Rohavis der hier gezeigten Bilder entstanden an nur wenigen Abenden in den Monate Juni, Juli und August 2007 am Rooisand Observatory in Namibia. Aufnahmeinstrumente waren ein Celestron 14 und ein 6" Zeiss APQ (hauptsächlich für die Venuskonjunktion) . Aufnahmekameras waren eine DBK 21F04.AS (Farbe) und eine DMK 31AU03.AS (Monochrome) von TIS zusammen mit einem Baader UV/IR Sperrfilter. Die meisten der Rohavis wurden im Primärfokus des C 14 aufgenommen.

Das Instrument steht - zur Verbesserung des Seeings - in ca. 7m auf einer AstroPhysics GTO 1200 Montierunge in einer 3.2m Baader Kuppel. Rooisand Observatory liegt ca. 1400m über NN.
  • Die Rohavis entstanden teilweise in Kooperation mit Heinz Forth, Volkssternwarte Ottobeuren - Dr. H.Michaelis, DLR Berlin - H. Simon/H. Margot, Sternfreunde Oldenburg und K. Eikmeier, Lemgo
Die Bildaufnahme
Um Probleme beim Fokussieren mit dem "leidigen" Spiegelshifting, welches leider auch das C 14 von Rooisand Observatory hat, zu vermeiden, war das Teleskop mit einer Mikroschneckenfokussierung von BORG bestückt. Die Grobfokussierung erfolgte (immer gegen den Uhrzeigersinn, um den Hauptspiegel auf dem SkyBaffle festzuklemmen) über die Hauptspiegelfokussierung, die Feinfokussierung dann über die Schneckenfokussierung. Die optische Abbildung des Rooisander C14 ist ansonsten sehr gut.

Die Rohavis bestehen aus einer Länge von minimal 1.000- und maximal 3.000 Einzelbildern. Die Kameraverstärkung (GAIN) lag maximal bei 400, der Aufnahmekontrast war in IC Capture (Steuersoftware für die Kamera) meist mittig eingestellt, die Belichtungszeit lag im Mittel bei 1/45 sek..

Insgesamt betrugt die Datenmenge auf dem Heimflug (inkl. Mond) nahezu 1 Terabyte auf zwei externen Platten (die natürlich auch be- und verarbeitet werden wollten, was sich letztlich über mehr als 15 Monate hingezogen hat).

Die Bildverarbeitung
Mit RegiStax von Chor Berrevoets stand eine hervorragende Software zum Verarbeiten der Planeten Rohavis zur Verfügung. Nach einigen anfänglichen Experimenten (siehe Abbildung unten) wurde die Summenbilderzeugung über den manuellen Arbeitsgang "Erzeugung eines Referenzbildes und das manuelle Selektieren der Einzelbilder über den Stackgraphen" durchgeführt.

 
Die Bildverarbeitung aller Rohavis lief nach folgendem Schema ab:
  • Rohbildverarbeitung bis zum fertigen Summenbild mit RegiStax (im Mittel wurden für die Summenbilder bei den Rohavis von 1.500 frs 15-20% und bei den Rohavis mit 3.000 frs 10% der Rohbilder verwertet),
  • Schärfung mit Wavelets in RegiStax,
  • Bearbeitung bis zum fertigen Endbild in Photoshop CS 2.
Die Endbearbeitung im Photosshop beschränkte sich im wesentlichen auf drei Arbeitsschritte: eine Tonwertanpassung, eine leichte Rauschminderung mit abschließender leichter Nachschärfung des Endbildes und die Beschriftung.
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